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Lebensräume für den Star

Stare

finden in der von industrieller Landwirtschaft geprägten Landschaft immer weniger Lebensräume, Brutmöglichkeiten und Nahrung. · BIld: Alexander Erdbeer - Fotolia.com

Der Star ist einer der markantesten und bekanntesten heimischen Vögel. Doch seit Jahren nehmen die Bestände ab. Gründe sind der Schwund seiner Lebensräume mit Brutmöglichkeiten und Nahrung, vor allem durch die industrielle Landwirtschaft, den Einsatz von Spritzmitteln in Obstbauanbaugebieten und das dramatische Insektensterben. Um auf die zunehmende Gefährdung hinzuweisen, wurde der Star von NABU und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern LBV zum »Vogel des Jahres 2018« gekürt.

Stare sind 22 bis 25 Zentimeter groß, haben einen langen, spitzen, gelben Schnabel, ein glänzend schwarzes Gefieder und einen kurzen Schwanz. Im Herbst zeigt er sich mit braunem Schnabel und einem hell getupften Federkleid. Im Frühjahr erscheint das grün-violette Brutkleid. Der Gesang ist ein abwechslungsreiches anhaltendes Schwätzen aus pfeifenden, knackenden, schnalzenden und ratternden Lauten, der meist auf erhöhter Warte unter Flügelschlagen vorgetragen wird. Stare imitieren dabei auch perfekt andere Vogelstimmen und Umweltgeräusche. Ihr rhythmisches Singen unterstreichen sie gerne mit weit geöffneten Flügelbewegungen. Die schönen glänzenden Vögel ernähren sich von Insekten, Schnecken, Würmern, Obst und Beeren, die sie ständig stochernd auf dem Boden suchen.

Ihre Lebensräume sind Laub- und Mischwälder, Gärten, Parks und offenes Kulturland. Stare brüten von April bis Juli ein bis zweimal mit jeweils 5 bis 6 Eiern. Sie bauen ein Nest aus Stroh, Stängeln und Blättern in Baumhöhlen, Mauerlöchern und sehr gerne in Nistkästen. Die Brutdauer beträgt etwa zwei Wochen. Nach dem Schlüpfen bleiben die kleinen Stare etwa drei Wochen im Nest. Im Herbst ziehen viele Stare bis in den südlichen Mittelmeerraum oder nach Nordafrika. Einige überwintern schon bei uns in Deutschland.

Mit geeigneten Nistkästen ab einem Fluglochdurchmesser von 45 mm kann die Zahl der Brutpaare in einem Gebiet stark erhöht werden. Am besten hängen Vogelfreunde gleich mehrere Nistkästen in Abständen von wenigen Metern nebeneinander, denn der Star lebt am liebsten in geselliger Runde.

Mit dem Aufhängen von Nistkästen im Garten

können wir dem »Vogel des Jahres« helfen. · NABU Pressefoto

Bauanleitung: Nistkasten für Stare

Nistkastenmaße:
Höhe vorne 21 cm
Höhe hinten 24 cm
Tiefe 17 cm
Breite 17 cm
Flugloch Durchmesser 45 mm
Maße Einzelteile:
A Obere Vorderwand 17 x 13,5 cm
B Untere Vorderwand 17 x 17 cm
C Seitenteil vorne 19 x 31 cm
Seitenteil hinten 19 x 34 cm
D Rückwand 21 x 34 cm
E Dach 23 x 27 cm
F Boden 17 x 17 cm
G Abdeckleis 14 x 17 cm

Als Ansitzstange kann ein Holzrundstab von 1 cm Durchmesser und ca. 10 cm Länge verwendet werden. Hierzu bohrt man ein passendes Loch und klebt die Sitzstange ein.
Zur Aufhängung kann entweder einen Drahtbügel mittels seitliche Ösen oder eine Aufhängeleiste (Dachlatte), welche man an die Rückseite schraubt, verwendet werden.