Freiheit für Tiere
Sie sind hier: Startseite » Artikel

Vegan-vegetarische Ernährung für Hunde?

Gurken statt Knochen!

Bild: Freiheit für Tiere

Von Julia Brunke

Ein Hund, der kein Fleisch isst, sondern Gemüse und Getreide verspeist und dabei gesund und kräftig ist? Was für manchen Tierhalter undenkbar klingt, ist für andere Zeitgenossen angewandte Tierliebe und aktiver Tierschutz: Immer mehr Menschen gehen dazu über, nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Haustier vegetarisch oder vegan zu ernähren, nach dem Motto: »Weil ich Tiere liebe, esse ich sie nicht. Weil ich Tiere liebe, möchte ich sie auch nicht mehr an meine Haustiere verfüttern.«

Gesundheitliche Gründe

für eine fleischlose Ernährung von Haustieren

Ein wesentliches Argument für die fleischlose Ernährung von Haustieren ist die zweifelhafte Qualität industriellen Tierfutters. Schon bei Fleischprodukten für Menschen haben Pferdefleisch- und Gammelfleisch-Skandale für berechtigtes Misstrauen bei den Verbrauchern gesorgt. Wie sollen wir wissen, was alles in die Tierfutter-Dosen kommt? Zwar dürfen in Deutschland für die Herstellung von Heimtierfutter nur tierische Nebenprodukte verwendet werden, die auch für den Menschen »genusstauglich« sind. Doch spätestens die Ekelfleisch-Skandale haben gezeigt, zu was die Fleischindustrie fähig ist. Bei der Verarbeitung von Fleisch, das für Tiernahrung bestimmt ist, liegt die Hemmschwelle sicherlich noch niedriger. Hinzu kommt: Viele Futtermittelfirmen produzieren weltweit, zum Beispiel in Asien, und in jedem Land gelten andere Gesetze. Auf jeden Fall können wir davon ausgehen, dass in industriellem Tierfutter die gleichen Hormone, Pestizide und Antibiotika enthalten sind, die Fleischprodukte für Menschen gesundheitsgefährdend machen. Hunde- und Katzenfutter enthalten darüber synthetische Farb-, Wirk- und Aromastoffe sowie als Nährstoffe deklarierte chemische Bestandteile.

»Die Mehrheit aller Haustiere weltweit leidet unter schlechter Gesundheit und Schmerzen, die von minderwertiger Tiernahrung herrühren«, schreibt der Veterinärmediziner Dr. Tom Lonsdales und spricht sogar von »Haustier-Massenvergiftung«. Dr. Lonsdales sieht das Problem darin, dass industrielle Tier­nahrung ungesundes Fast-Food sei und rät daher, rohes Fleisch und Knochen an Hunde zu verfüttern. Der Tiernahrungssektor sei ein Milliarden­geschäft, von einigen riesigen globalen Konzernen umkämpft. Auf der Strecke bleibe die Qualität - auf Kosten der Gesundheit. Der ökologische Fußabdruck riesiger Tiernahrungskonzerne würde zudem gewaltige umweltpolitische Kosten verursachen. (Quelle: Nexus-Magazin · www.rawmeatybones.com/articles/nexus.pdf)

Allerdings stammt ja auch rohes Fleisch aus tierquälerischer Massentierhaltung - und enthält Hormone, Toxine, Herbizide, Pestizide, Fungizide, Antibiotika und gefährliche Keime, die nicht nur die Gesundheit von uns Menschen gefährden, sondern auch die unserer Haustiere.

»Hundeeltern«, die ihre vierbeinigen Mitbewohner auf pflanzliche Kost umgestellt haben, berichten: Die Tiere seien vitaler, freudiger, ihr Fell sei schöner und sie würden gut riechen. Auch seien sie gesünder und müssten seltener zum Tierarzt.

Ein Beispiel: Johanna Stadler, Geschäftsführerin des Gnadenhofs »Pfotenhilfe« in Österreich, ernährt ihre 16-jährige Mischlingshündin Lilli von Geburt an ausschließlich vegetarisch (zu 95 bis 99 Prozent vegan). Als 2012 beim Tierarzt das Blut untersucht wurde, fragte das Labor zurück, ob das Geburtsjahr 1998 wirklich stimme, denn das Blutbild entspreche dem eines zweijährigen Hundes.

Domestizierte Hunde essen

seit tausenden von Jahren das, was »ihre« Menschen essen · Bild: DJakob - Fotolia.com

Ethische Gründe

für eine fleischlose Ernährung von Haustieren

Bei allen gesundheitlichen Überlegungen dürfte das Hauptargument für fleischlose Tiernahrung die ethische Komponente sein: Ein Schwein unterscheidet sich weder in der Intelligenz noch in der Sensibilität noch im Schmerzempfinden von einem Hund oder einer Katze. »Wieso soll ich das eine Tier streicheln und das andere töten lassen, um das Streicheltier damit zu ernähren?«, fragt sich so mancher Tierfreund.

Nicht nur die eigene Ernährung mit Tierprodukten, sondern auch die Fleischfütterung der Haustiere gibt letztlich Tierquälerei in der industriellen Massentierhaltung und den Schlachtfabriken in Auftrag und erzeugt einen riesigen ökologischen Fußabdruck: Zerstörung der Natur, Abholzung der Regenwälder, Leerfischen der Meere, Verschmutzung von Luft, Wasser und Böden, Artensterben - und trägt zum weltweiten Hunger bei.

Immer mehr Tierfreunde machen sich bewusst: Durch den Kauf konventionellen Hunde- und Katzenfutters unterstütze ich die Fleischindustrie, die dafür andere Tiere unter unvorstellbaren
Bedingungen mästet und grausam schlachtet: Tiere, die genauso leidensfähig sind wie mein Haustier, müssen in der qualvollen Enge der industriellen Massentierhaltungen vegetieren, in einer extrem verschmutzten, toxisch belasteten Umgebung, so dass sie nur durch riesige Mengen Antibiotika bis zur Schlachtung überleben.

Außerdem: Wenn ich mein Haustier mit konventionellem Tierfutter ernähre, unterstütze ich die industrielle Leerfischung der Meere. Unglaubliche 50 Prozent (!) des weltweiten Fischfangs werden an eingesperrte Nutztiere verfüttert - meist als Fischmehl, damit sie noch schneller zunehmen und das Schlachtgewicht erreichen. Längst sind manche Fischgründe leer gefischt und ganze Spezies am Rande der Ausrottung. Für Katzenfutter mit Thunfisch müssen Delphine, Schildkröten, Seevögel und viele mehr als »Beifang« sterben. Mindestens 20.000 Delphine werden pro Jahr von der Thunfisch-Industrie getötet. Insgesamt summiert sich der Beifang auf 25 Millionen Tonnen Meerestiere Jahr für Jahr - das entspricht ungefähr einem Drittel der Fangmenge!

Dann sind da noch die ökologischen Gründe: Wenn ich mein Haustier mit konventionellem Tierfutter ernähre, trage ich dazu bei, dass für die industrielle Fleischproduktion Böden übernutzt und übersäuert werden, dass kostbares Trinkwasser vergeudet und vergiftet und die Luft verschmutzt wird. Regenwälder werden in dramatischer Weise zerstört und unzählige Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich ausgerottet. Letztlich zerstört die industrielle Fleischproduktion die Lebensgrundlage auf unserem Planeten.

Schließlich gibt es auch noch den humanitären Aspekt: Wenn ich mein Haustier mit konventionellem Tierfutter ernähre, unterstütze ich, dass täglich Tausende Kinder an Hunger sterben, während ca. 50 Prozent der weltweiten Getreideernte und ca. 90 Prozent der weltweiten Sojaernte an die »Nutztiere« in der industriellen Massentierhaltung verfüttert werden. Eine Milliarde Menschen auf unserem Planeten hungert - leidet also permanent an schwerer Unterernährung -, weitere zwei Milliarden sind unterernährt. Die armen Staaten sind wegen Überschuldung gezwungen, hochwertige, für die menschliche Ernährung notwendige Pflanzen­nahrung als Viehfutter zu verkaufen - und das, obwohl die eigene Bevölkerung nicht genug zu essen hat. Ganze 60 Prozent der Futtermittel, die in der industriellen Massentierhaltung verfüttert werden, sind Importe aus den Entwicklungsländern.

Wieso soll ich das eine Tier streicheln

und das andere töten lassen, um das Streicheltier damit zu ernähren? Immer mehr Menschen, die sich aus Liebe zu den Tieren vegetarisch und vegan ernähren, wollen auch für das Futter ihrer Haustiere nicht mehr den Auftrag zum Töten anderer Tiere geben. · Bild: Larisa Kursina · fotolia.com

Ist vegetarisch »artgerecht«?

Von Kritikern wird dagegengehalten, dass Hunde und Katzen von Natur aus Fleischesser seien und dass es nicht artgerecht sei, ihnen das Fleisch vorzuenthalten.

In der Tat haben Hunde und Katzen einen anderen Verdauungstrakt als wir Menschen, die wir nach modernen ernährungs­wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Fleisch brauchen. Hunde und Katzen besitzen einen kürzeren Darm. Daher sollte Getreide wie Weizen, Mais oder Soja für das Hundemenü gekocht oder als Flocken zerkleinert sein. Auch Gemüse ist für Hunde leichter verdaulich, wenn es gekocht wird. Kartoffeln müssen immer gekocht sein. Jegliches rohes Gemüse - wie zum Beispiel Karotten - in der Nahrung von Hunden sollte gerieben oder durch eine Küchenmaschine bearbeitet werden, um die Verdaulichkeit zu fördern.

Wer es allerdings für unnatürlich hält, Tiere pflanzlich zu verköstigen, muss sich die Gegenfrage gefallen lassen, wie »natürlich« für einen Hund Rind- oder Schweinefleisch ist. Kein Hund würde je eine Kuh anfallen oder ein Schwein reißen. Auch könnte keine Katze ein Schwein oder einen Thunfisch erlegen, der bis zu 700 Kilo schwer werden kann. Und: Kein Hund und keine Katze würde in der Natur eine Kuh melken, um Milch zu trinken. Auch leben Hunde und Katzen, die als Haustier beim Menschen wohnen, grundsätzlich nicht »natürlich«, denn Wolf und Wildkatze sind nun einmal keine Hausbewohner.

Als »natürlich« kann man also weder die vegan-vegetarische Kost noch das übliche Tierfutter bezeichnen. Industriell produziertes Hundefutter ist darüber hinaus mit synthetischen Farb-, Wirk- und Aromastoffen angereichert. Daher geht es wohl am ehesten darum, was dem domestizierten Hund und der Katze schmeckt und sie gesund erhält.

»Artgerecht ist eine Ernährung dann, wenn sie dem Tier alle Nährstoffe zur Verfügung stellt, die es für ein gesundes und langes Leben braucht«, ist Dr. Ernst Henrich von der Pro Vegan-Stiftung überzeugt. »Es kommt also ernährungsphysiologisch nicht darauf an, WOHER ein Tier die Nährstoffe erhält, sondern DASS es alle Nährstoffe erhält. Das ist bei veganer Fütterung in optimaler Weise der Fall. Alle Untersuchungen und Erfahrungsberichte zeigen, dass vegan ernährte Hunde gesünder sind und durchschnittlich erheblich länger leben. Auch vegan ernährte Katzen erfreuen sich bester Gesundheit.«

Hunde: Gesund ohne Fleisch

Eine von der Tierrechtsorganisation PETA in Auftrag gegebene Studie aus den frühen 1990er Jahren zum Gesundheitszustand vegetarisch ernährter Hunde fiel sehr positiv aus: Erfasst wurden die Daten von 300 Hunden für die Dauer eines Jahres. Das Ergebnis: Offenbar waren die Hunde umso gesünder, je länger sie bereits fleischlose Kost genossen hatten: Von den lebenslangen Vegetariern und Veganern der Studie erfreuten sich alle guter bis ausgezeichneter Gesundheit. Von denen, die 90 Prozent ihres Lebens vegan oder vegetarisch gelebt hatten, waren 84,5 Prozent bei guter bis ausgezeichneter Gesundheit. Kein Hund, der länger als 4 Jahre vegan oder 5 Jahre vegetarisch gelebt hatte, litt an Infektionskrankheiten. Kein Hund, der länger als 5 Jahre vegan oder 5,5 Jahre vegetarisch gelebt hatte, erkrankte an Krebs.

Weitere Ergebnisse der Studie: Eine vegane, also rein pflanzliche Ernährung, ist eher zu empfehlen als eine vegetarische. Hunde, die ohne Sojaprodukte ernährt werden, scheinen noch gesünder zu sein als solche, die auch Soja erhalten. Hefeflocken scheinen der allgemeinen Gesundheit und dem Fell zuträglich zu sein. Bei vegan oder vegetarisch ernährten Hunden sollten die Aminosäuren L-Carnitin oder Taurin zugegeben werden.

Dass vegan-vegetarische Ernährung für Hunde funktioniert, beweisen nicht nur zahlreiche Einzelbeispiele, sondern auch größer angelegte Projekte: Im Tierheim Siegen wurden von Herbst 2001 bis 2003 alle Hunde vegetarisch ernährt - mit besten Erfahrungen. Der damalige selbst vegetarisch lebende Geschäftsführer des Tierheims hatte die Fütterung der Hunde auf pflanzliche Kost umgestellt. Das Tierheim hatte sich den Schutz aller Tiere auf die Fahnen geschrieben. »In diesem Zusammenhang ist es mehr als unpassend, für die Ernährung der Tiere im Tierheim andere Tiere töten zu lassen«, hieß es damals im Hausprospekt. Allerdings
entschieden sich die nicht-vegetarische Mehrheit der Mitglieder des Tierschutzvereins zwei Jahre später wieder für konventionelle Tiernahrung.

Aus der Zeit des vegetarischen Pilotprojekts im Tierheim Siegen gibt es einen Erfahrungsbericht mit 1.500 Hunden, die pflanzlich ernährt wurden. Die Hunde bekamen hauptsächlich vegetarisches Trockenfutter, meist aber gemischt mit Gemüse, Getreide- und Reisflocken, Nudeln, Gemüsebrühe, vegetarischen Würstchen oder auch einer Dose vegetarischem Futter. Die Futterumstellung bei Tierheimhunden lief völlig reibungslos: Das vegetarische Futter schmeckte den Hunden.

Eine Studie zeigte:

Hunde sind umso gesünder, je länger sie bereits fleischlose Kost genossen hatten. · Bild: mocka · fotolia.com

Wie könnte ein veganes Hundemenü aussehen?

Wie beim Menschen kommt es natürlich auch bei Tieren auf eine schmackhafte Alternative an, wenn man die Fleischmahlzeiten reduzieren möchte. Aus den Lebensmitteln, die ein gesund­heitsbewusster menschlicher Vegetarier bzw. Veganer zu sich nimmt, lassen sich auch leckere Hundemahlzeiten zubereiten: Vollkornflocken, Nudeln, Reis, Kartoffelbrei, gemischt mit Gemüse, Früchten, Vegi-Würstchen, Pflanzenöl, Hefeflocken, Kräutern, Spirulina…

Wenn’s schnell gehen soll: »Schleckli«-Hundeschmaus aus der Dose kann mit AmiDog Trockennahrung gemischt werden. Sie können auch gekochten Reis, gekochte Hirse oder gekochte Nudeln unterrühren. Wer möchte, kann - besonders in der Umstellungszeit - auch Fleisch dazu mischen. Denn eine Nahrungsumstellung sollte niemals radikal durchgeführt
werden. So kann z.B. der vegetarische Anteil der Mahlzeit nach und nach durch Zumischen erhöht werden, je nach Akzeptanz des Tieres.

Als »Knochenersatz« zum Nagen und für die Pflege der Zähne kann man Hunden hart gewordenes Brot geben.

Dr. med Ernst Henrich von der ProVegan-Stiftung ernährt seine Hunde seit vielen Jahren vegan. Sein Hund Felix wurde 19 Jahre alt. Dr. Henrich versuchte die Ernährung im Laufe der
Jahre immer weiter zu optimieren. Dabei machte er die Erfahrung, dass veganes Futter Hunden sehr gut bekommt, sie im Allgemeinen gesünder sind und länger leben. Hier nun seine Fütterungstipps:

»Ich füttere morgens etwas veganes Trockenfutter (AmiDog, Hundetrockenfutter Benevo und Yarrah Trockenvollfutter). Mittags und abends bekommt mein Hund eine Mischung aus verschiedenen rohen Gemüsen (Möhren, Paprika), einem Apfel, Blaubeeren, Erdbeeren und gekochten Gemüsen (Broccoli, Fenchel, Kürbis, Spinat, Paprika, Möhren, Kartoffel, Reis), manchmal auch Linsen, welche ich in einem Mixer zusammen mit Reis- und Hafermilch zerkleinere. Dazu gebe ich noch Tofu oder ein veganes Proteinpulver, etwas Leinöl, etwas Olivenöl, Vitamin B12, eine kleine Prise jodiertes Salz, Carnitin, Taurin, Vegedog (Pulver mit Vitaminen und Mineralstoffen für den Hund) und Vegeyeast. Manchmal gebe ich aber diese
Mischung auch dreimal täglich und gebe etwas Trockenfutter hinterher jeweils als Snack.

Diese Mischung wird einmal in der Woche im Mixer hergestellt, sofort eingefroren und jeden Tag frisch aufgetaut. Sie können natürlich auch jeden Tag frisch kochen. Oft gebe ich noch über diesen Brei etwas veganes Fertigfutter (BIOPUR mit Reis und Möhren, BIOPUR mit Dinkel und Zucchini oder Yarrah Nassfutter), weil er den Geschmack besonders mag.«

Wichtig ist, den Hund bei der Futterumstellung zu beobachten: Bekommt ihm die Nahrung? Schmeckt sie ihm? Hat der Hund besondere Vorlieben? Versuchen Sie aus Liebe zu Ihrem Tier nichts zu erzwingen!

Denken Sie auch daran, dass Ihr Haustier sich ebenso sie Sie über einen schönen, sauberen Essbereich freut. Wie wäre es mit einem Hunde- oder Katzentisch, wie es sie bereits bei einigen Anbieten gibt?

Inzwischen gibt es eine großes Auswahl

an veganen Tierfutter-Alternativen

Katzen fleischlos ernähren?

»Natürlich« ernährt sich die Katze in der freien Natur vor allem von Mäusen. Keine Katze würde in der Natur Rind oder Thunfisch essen. Katzenfutter aus der Dose enthält zudem
gesundheitsschädliche Hormone, Pestizide und Antibiotika sowie meist synthetische Farb- und Aromastoffe. Also: »Natürlich« wird die Katze weder mit veganem Futter noch mit Fleisch aus der Dose ernährt. Bei der Katzenernährung sollte doch das Wichtigste sein, dass die Katze gesund ist und dass es ihr schmeckt.

Katzen sind gewöhnlich wählerischer als Hunde. Jede zweibeinige Katzenmama und jeder zweibeinige Katzenpapa weiß, dass Katzen auch bei Fleischnahrung aus der Dose oder Trockenfutter nur ganz bestimmte Sorten essen - und andere konsequent stehen lassen.

Wer den pflanzlichen Anteil in der Katzenernährung erhöhen möchte, sollte mit kleinen Portionen anfangen, die unter das gewohnte Futter untergemischt werden. Keinesfalls sollten Sie versuchen, Ihre Katze zu einer bestimmten Nahrung zu zwingen. Einige ältere Katzen lassen sich möglicherweise gar nicht auf 100 Prozent vegetarische oder vegane Kost umstellen.

Die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse von Katzen sind komplizierter als die von Hunden. Katzen brauchen eine beachtliche Menge an Vitamin A, das für die Produktion von Karotin wichtig ist. Ungenügende Mengen davon können einen Hörverlust, Haut- und Knochenprobleme sowie Probleme des Verdauungssystems und der Fortpflanzungsorgane hervorrufen. Außerdem brauchen Katzen unbedingt Taurin. Eine Katze, der Taurin fehlt, kann ihre Sehkraft verlieren und Herzprobleme bekommen. Doch da auch fleischverzehrende Katzen oft Mängel an diesen wichtigen Stoffen aufweisen, ist sogar fleischhaltiges Dosenfutter in der Regel mit Taurin angereichert.

Für vegetarisch ernährte Katzen gibt es »VegeCat«, einen mit Taurin und wichtigen Vitaminen angereicherten pflanzlichen Futterzusatz, der von dem Amerikaner James A. Peden entwickelt wurde. »VegeCat« kann als Pulver der vegan-vegetarischen Katzen-Kost beigemischt werden. Es gibt inzwischen aber auch veganes Katzenfutter, in dem die wichtigen Vitamine und Aminosäuren bereits enthalten sind.

»AmiCat« ist ein ausgewogenes, mit Taurin angereichertes Trockenfutter für Katzen und kann ohne weitere Nahrungszusätze gefüttert werden. Es wird aus vollkommen natürlichen Zutaten hergestellt, enthält keinerlei Farb- oder Konservierungsstoffe und ist zu 100% vegan. Probieren Sie einfach aus, ob dieses vegane Trocken-Futter Ihrer Katze schmeckt!

Auch die britische Firma Benevo stellt ein veganes Katzen-Trockenfutter her, das eine gesunde Katzenernährung sichert, sowie »Benevo Duo«, ein Nassfutter speziell entworfen für Katzen UND Hunde jeden Alters.

Neben speziellem Nassfutter in Dosen können Sie gekochtes fein püriertes Gemüse (z.B. Karotten, Erbsen), pürierte Kichererbsen und Getreide (z.B. gekochte Haferflocken oder Seitan/Weizeneiweiß) füttern. Sie können auch Babygläschen mit püriertem Gemüse mit dem veganen Trockenfutter und eventuell Vegi-Wurst mischen.

Eine speziell für Katzen entwickelte vegane Wurst ist »Feligourmet« aus Österreich: Sie kommt auch bei Katzen gut an, die bisher mit Fleisch-Dosen ernährt wurden. Damit erübrigen sich lange Umgewöhnungsprozesse - die Katze akzeptiert in der Regel die neue pflanzliche Nahrung ohne Probleme und ist gleich von Beginn an mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.
»Feligourmet« besteht aus einer bissfesten Mischung von Weizen- und Lupineneiweiß und feinem Tofu sowie Reis, Erbsen, Karotten, Leinsamen, Nährhefe und Sonnenblumenöl. Diese Katzennahrung ist ebenfalls mit VegeCat angereichert und in drei Geschmacksrichtungen erhältlich.

»Feligourmet« ist erhältlich über
www.veganversand-lebensweise.eu
www.veganversand.at

Katzen schwören ab sofort auf FELIGOURMET

Wie stelle ich auf Hund und Katze

auf vegan-vegetarische Ernährung um?

Wie stelle ich auf Hund und Katze auf vegan-vegetarische Ernährung um?

Für jeden, der seinen Hund oder seine Katze auf vegan-vegetarische Ernährung umstellen will, ist das Buch »Vegetarische Hunde- und Katzenernährung« von James A. Peden (Echo-Verlag Göttingen, 2003) zu empfehlen. Es enthält Tipps zur Umstellung der Ernährung und viele Rezepte. Außerdem erfährt der Leser viel Wissenswertes über die speziellen Nährstoffbedürfnisse von Hunden und Katzen. Vor allem Katzeneltern sollten sich vor der Umstellung genau informieren!

Bei der Ernährungsumstellung mischen Sie die pflanzliche Kost mit dem gewohnten Futter. Ändern Sie das Mischungsverhältnis stufenweise, bis gar kein Fleisch mehr dabei ist. Um den Übergang zu einer vegetarischen oder veganen Ernährung zu erleichtern, können Sie Soja-Drink, Nährhefe, Spirulina, vorübergehend eine Extraportion Öl, Tomatensauce, Vegi-Würstchen und Vegi-Hack untermischen und das Futter warm servieren. Die meisten Hunde lieben Spaghetti! Viele Katzen mögen Nährhefe, pürierte Kichererbsen und vegane Burger.

Nachdem Hunde und Katzen auf eine vegan-vegetarische Ernährung umgestellt wurden, beobachten Sie sie gut, um sicherzugehen, dass sie ihre neue Kost vertragen und sie ihnen schmeckt!

Bezugsquellen:

»Schleckli«-Hundeschmaus, AmiCat, AmiDog, aber auch Vogelfutter und veganer Meisenkuchen:
www.LebeGesund.de/Tiere

Beim Veganversand Lebensweise gibt’s eine riesengroße Auswahl veganer Hundenahrung (von »Gourmet Entree« und »Benevo Duo« über »Schleckli« bis »Canigourmet«) und Katzennahrung (von »AmiCat« über »Benevo Cat« bis »Feligourmet«):
www.veganversand-lebensweise.eu

Weitere Bestelladressen:
www.veganversand.at

Schweiz: www.vegi-tierfutterversand.vegetarismus.ch